Cheesecake mit selbstgemachtem Frischkäse aus Naturejoghurt

 

Ich mag Cheesecake sehr gerne und hab auch schon Mal selber einen gebacken. Leider war meine Suche nach hiesigem Frischkäse immer erfolglos und der in Plastik verpackte Frischkäse aus Dänemark fand ich weder fein noch sinnvoll zu kaufen. .

Nun habe ich neulich etwas Tolles entdeckt (hier auf dem Instagram-Profil von frau_Linda) , das ich bisher nicht wusste. Frischkäse kann man auch leicht selber machen. Schmeckt nicht ganz gleich wie das Original aber ich finde ihn fast noch besser.
„Richtigen“ Frischkäse zu machen werde ich sicher auch einmal ausprobieren, da werde ich sicherlich auch darüber berichten, wenn es soweit ist.

Hier findet Ihr mein erprobtes Rezept inkl. kleiner Anleitung, wie Ihr den Frischkäse herstellt.

Der Cheesecake wird sehr cremig und gar nicht trocken, uns allen hat er sehr gut geschmeckt.

Ich wünsche Euch viel Spass beim Nachbacken und freue mich sehr über Rückmeldungen.

Härzliwaffeln- lecker zum Z’vieri oder Dessert

Schon als Kind habe ich sie geliebt, die Waffeln in Herzform. Meine Tante hat die immer zu besonderen Anlässen gebacken und so habe ich mir von ihr immer eine Keksdose voll Härzliwaffeln zum Geburtstagsz’vieri gewünscht.

Auch heute noch mag ich sie extrem gern und auch unsere zwei Jungs sind ganz verrückt danach…

Das bewährte Rezept meiner Tante habe ich über die Jahre noch etwas angepasst und so das für mich perfekte Rezept ertüftelt…

Härzliwaffeln
 
Zubereitung
Kochen
Total
 
Feine Waffeln, schmecken hervorragend zum Z'vieri, Kaffee und Tee
Rezept erstellt von:
Rezeptart: Gebäck
Ergibt: 5
Zutaten
für den Teig
  • Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben, der Teig wird so gleichmäßig glatt.
  • 180 gr Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier
  • 80 gr Butter flüssig
  • 1 dl Rahm (3 dl Rahm)
  • 250 gr Mehl halbweiss oder weiss
zum backen im Waffeleisen
  • nach Bedarf etwas Rapsöl und einen Backpinsel
nach Belieben
  • Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung
  1. Den Zucker, die Eier und das Salz zusammen mixen, bis die Masse gleichmäßig hell ist, anschließend die flüssige Butter dazugeben und kurz weiterrühren.
  2. Danach das Mehl und den Rahm portionenweise abwechselnd dazugeben und jeweils kurz weiterrühren bis ein glatter Teig entsteht.
  3. Wenn nötig, das vorgeheizte Waffeleisen nun mit etwas Öl bestreichen und den Teig portionenweise darauf geben. Für 3-4 Minuten backen, bis die Waffeln eine leichte Bräunung haben.
  4. Die Waffeln mit einem Spachtel oder Pfannenwender vom Eisen nehmen und auf ein Kuchengitter legen. Kurz erkalten lassen und nun die ganzen Waffeln in einzelne Herzchen schneiden. Sobald die Waffeln ganz erkaltet sind, nach Belieben mit Puderzucker bestäuben
Tipps
Mit diesem Rezept werden die Waffeln eher "bissfest" wie ein Kecks und schmecken erst abgekühlt so richtig fein. Falls ihr frische Waffeln zubereiten möchtet, die ihr noch warm mit Vanilleeis, Schlagrahm oder Kompott/Gonfi serviert, einfach 3 dl Rahm verwenden. Der Teig wird flüssiger und die Waffeln luftiger.

 

Ich wünsche Euch viel Spass beim Nachbacken und ä Guete

Kräuter und Blüten trocknen für Tee und Anderes

Dieses Jahr ist es soweit, mein Garten ist mittlerweile bepflanzt mit Gemüse, Blumen und auch Kräuter. Diese nutze ich sehr gerne um unseren Salat zu würzen, Fleischgerichten eine besondere Note zu verleihen und um einen Vorrat an Tee für den Winter an zu legen.  Ich ernte vor zu immer wieder die verschiedenen Minzen, Zitronenmelisse und Kamille, gerade aktuell sind Holunderblüten und Frauenmantel. Später im Sommer kommen dann noch Goldmelisse und im Herbst Holunderbeeren dazu, für Farbe die Ringel- und Kornblumen und zum Verfeinern Apfelschale getrocknet.

Die Kräuter sollte man am Besten morgens oder Vormittags ernten, die Aromastoffe sind da am intensivsten, ausserdem empfiehlt es sich, nicht an einem Regentag Kräuter zum Verbrauch zu pflücken, gerade bei Blüten wie dem Holunder wird der Blütenstaub abgewaschen und so geht viel Aroma verloren.

Bei Minze und auch Zitronenmelisse ist es am einfachsten, die ganzen Stängel abzuschneiden, sie Bundweise zusammenzubinden und aufzuhängen. Man sollte darauf achten, die Kräuter in einem trocknen Raum ohne direkte Sonneneinstrahlung zu trocknen, dann bleiben die meisten Aromastoffe erhalten.

 

 

 

 

Die Blütenblätter sollten vorsichtig abgezupft werden und auf einem Haushalts- oder Backtrennpapier ausgelegt werden. Ich verwende zum Schutz vor eventuellem Wegwehen die Dörr-gitter meines Dörrautomaten mit Deckel, da bin ich sicher, dass kein Staub oder sonstiger Schmutz an die Blüten und Blätter gelangt.

Nach etwas 48h (die Kräuter und Blüten sollten rascheln, wenn sie ganz trocken sind) kann man Alles mischen oder auch einzeln in gut verschliessbare Gläser füllen, beschriften (Inhalt und Datum finde ich sehr empfehlenswert ;)) und am Besten dunkel und kühl lagern. Ich habe mir in unserem Natursteinkeller ein Plätzchen für meine Tee-zutaten freigeräumt, da lagere ich die einzelnen Zutaten und mische nach Bedarf. Natürlich kann man auch nur einzelne Blütenblätter zur Deko im Salat oder Apero-Getränk, zu kalten Platten oder Desserts verwenden, sie sehen überall sehr hübsch und dekorativ aus.

Apfelkuchen

Bei uns geht’s im Moment etwas ausserplanmässig zu und her…beide Jungs haben Windpocken und sind dementsprechend schlecht gelaunt.

Ich muss mir Allerlei einfallen lassen, um die beiden bei Laune zu halten und kam plötzlich auf die Idee, zum Z’nacht einen Apfelkuchen zu backen. Die Begeisterung war gross und die Laune schlagartig besser 😉

Der Teig ist schnell gemacht, ausser dass man etwas Zeit zum Kühl stellen einrechnen muss. Aber nicht’s schmeckt besser als lauwarmer, selbstgemachter Apfelkuchen und ist eben auch Balsam für die Seele.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachbacken, vielleicht könnt Ihr ja auch mal jemanden aufmuntern mit selbst gebackenem Apfelkuchen

Apfelkuchen
 
Zubereitung
Kochen
Total
 
nicht's schmeckt besser als selbstgemachter Apfelkuchen 🙂
Rezept erstellt von:
Küche: Alltagsküche
Ergibt: 8 Stücke
Zutaten
  • für ein rundes Blech 30Ø
Teig
  • 200gr Weizenmehl, optional auch Dinkel
  • 0.5Tl Salz
  • 75gr Butter kalt (in Stücken)
  • 1dl Wasser
Belag
  • 1.5El gemahlene Haselnüsse
  • 3 mittelgrosse Äpfel (säuerlich) oder andere, saisonale Früchte (bei tiefgekühlten Früchten die Backzeit um 5 min verlängern)
Guss
  • 2,5dl Milch
  • 0.5dl Rahm
  • 1El Mehl
  • 1El Zucker
  • 1 Ei
Zubereitung
Teig
  1. Das Mehl und das Salz in einer Schüssel mischen, die Butter dazugeben und zu einer Masse kneten (geht auch mit Knethaken in der Küchenmaschine), anschließend das Wasser dazugeben und rasch zu einem Teig zusammenfügen (nicht mehr lange kneten, der Teig könnte zäh werden), danach zugedeckt im Kühlschrank für 2h kühl stellen
Nach dem Kühl stellen
  1. Den Ofen auf 190°C (Umluft) vorheizen und den Teig mit etwas Mehl zu einem flachen Kreis auswallen. Er sollte nicht kleben bleiben, immer wieder mit Mehl bestäuben und wenden. Anschließend den Teig vorsichtig auf das Backblech heben (den Teig kann man locker übereinander schlagen, damit er nicht reißt) und mit einer Gabel vorsichtig einstechen (verhindert die Blasenbildung beim Backen)
  2. Nach dem Kühl stellen
  3. Den Ofen auf 190°C (Umluft) vorheizen und den Teig mit etwas Mehl zu einem flachen Kreis auswallen. Er sollte nicht kleben bleiben, immer wieder mit Mehl bestäuben und wenden. Anschließend den Teig vorsichtig auf das Backblech heben (den Teig kann man locker übereinander schlagen, damit er nicht reißt), mit einer Gabel vorsichtig einstechen (verhindert die Blasenbildung beim Backen) und die Haselnüsse gleichmäßig verteilen
  4. Die Äpfel schälen, entkernen, in Schnitze schneiden oder grob raffeln und auf dem Teig verteilen
  5. Die Zutaten für den Guss mit dem Handmixer oder Schwingbesen gut versmischen und über den Äpfeln verteilen
  6. Das Blech in die Mitte des vorgeheizten Ofens schieben und bei 190°C für 45min backen
  7. mit Schlagrahm und/oder Zimtzucker servieren
Tipps
Der Kuchen lässt sich auch stückweise einfrieren.
Bei Bedarf ein Stück bei Zimmertemperatur auftauen lassen und anschliessend im vorgeheizten Ofen bei 220°C für 3-4min knusprig backen.

 

 

Nidletäfeli, die auf der Zunge zergehen…

Eins mal vorneweg: Nidletäfeli machen braucht etwas Übung und Geduld . Seid nicht enttäuscht, wenn sie Euch nicht beim ersten Mal gelingen. Ich brauchte auch mehrere Versuche, bis das Ergebnis essbar war. Ok, essbar waren sie immer, aber fein? Nicht wirklich 😉

Darum gilt auch hier: Übung macht den Meister 🙂

Die Zutaten:

  • 2,5dl Rahm
  • 300gr Zucker
  • 1dl Milch

diese Menge ergibt ca. 350gr Nidletäfeli

Wenn Ihr grössere Mengen machen möchtet, einfach die Zutaten verdoppeln oder verdreifachen. Aber Achtung, benutzt eine genug grosse Pfanne, die Masse sollte leicht köcheln, bekommt das 3-4 fache Volumen und kocht gerne über.

Bereitstellen:

  • ca. 10ml kaltes Wasser
  • ein mit Backpapier belegtes Backblech
  • Gummischaber und Löffel

 

Zubereitung:

Alle Zutaten in eine weite Pfanne geben. Unter kleiner Hitze und ständigem Rühren den Zucker im Rahm auflösen. Wenn alles flüssig ist, kann man die Hitze erhöhen. Auch da sollte man ständig rühren. Sobald die Flüssigkeit kocht, schnell die Hitze reduzieren, die Flüssigkeit dann leicht köcheln lassen. Man muss etwas ausprobieren, wie viel Hitze das Ganze verträgt. Bei zuviel Hitze kocht es über, bei zu wenig dauert es ewig, bis sich die Flüssigkeit auf die gewünschte Menge reduziert hat.

Dann heisst es Warten…und Rühren 😉 nicht dauernd aber doch regelmässig. Davonlaufen solltet Ihr nicht. Ich mache meist nebenher kleine Arbeiten in der Küche wie zb. Abwaschmaschine ausräumen…

Es ist schwierig eine Zeitangabe zu machen, wie lange es dauert bis die Nidletäfeli fertig sind. Zuerst dickt die Masse merklich ein, bleibt in der Pfanne aber glatt. Mann sollte immer ein Auge auf die Temperatur haben, bei zuviel Hitze könnte die Masse anbrennen. Ihr könnt wie bei der Konfitüre zwischendurch eine „Konsistenz-Probe“ machen. Einfach mit dem Schwingbesen ein Bisschen von der Masse auf einen Teller tröpfeln lassen, kurz auskühlen lassen und probieren.

Sobald die Masse kleine Blasen schlägt, könnt Ihr die Hitze auf ein Minimum reduzieren, das kalte Wasser dazugeben, kurz rühren und dann schnell auf das Backblech schütten. Die Pfanne mit dem Gummischaber ausputzen und die Masse auf dem Backblech mit dem Löffel glatt streichen.

Das ganze etwas auskühlen lassen und mit einem Messer kleine Quadrate schneiden. Nicht zu lange warten, sonst ist das Ganze zu hart. Ganz auskühlen lassen, evtl. über Nacht, danach in Gläser mit Verschluss oder in einer Güetzidose aufbewahren. In kleinen Säckchen oder Gläschen hübsch verpackt, sind die Nidletäfeli ein tolles Mitbringsel und Geschenk für Eure Liebsten…

Ich wünsche Euch ganz viel Spass beim Ausprobieren 🙂

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Kartoffel-Gemüsetätschli

Heute gibt’s eines unserer Lieblingsmenus als Mittagessen, als alternative zur einfachen Rösti. Schmeckt allen bei uns und man kann kleinen und auch grossen 😉 Gemüsemuffeln gleich noch eine Portion Gesundes unterjubeln 😉

Und so wirds gemacht:

  • 5 mittlere Rüebli
  • 1 kleine Zucchetti
  • 1 TL Rapsöl

in feine Streifen raffeln, das Öl in der Bratpfanne erhitzen und das Gemüse darin für 2-3 Minuten andünsten. Anschliessend in eine Schüsseln geben und etwas auskühlen lassen.

  • 600gr Gschwellti (gekochte Kartoffeln)

Ich hab für den Kartoffelsalat gestern gleich ein paar Kartoffeln zu viel gekocht, damit ich sie heute brauchen kann. Die Kartoffeln schälen, mit der Röstiraffel (Kartoffelreibe) raffeln und zum Gemüse geben.

  • 2 Eier
  • 2 EL Mehl
  • Salz, Pfeffer und Rösti-/Kartoffelgewürz zum Abschmecken (ich benutze gerne die „Pomix“-Gewürzmischung von Oswald, die kommt ohne Geschmacksverstärker aus)

Eier und Mehl in die Schüssel geben, das ganze gut durchrühren und mit den Würzmitteln abschmecken.

  • 2 TL Rapsöl

Je einen TL Öl in 2 Bratpfannen geben, das Öl heiss werden lassen und die Kartoffelmasse portionenweise in die Panne geben. Hitze reduzieren und für ca. 10 Minuten von beiden Seiten goldgelb braten.

Anschliessend in einer vorgewärmten Platte oder Teller servieren.

Dazu gab’s bei uns heute Spiegelei und Tomaten-Gurkensalat. Ihr könnt auch anderen Salat und Fleisch dazu servieren, das passt auch ausgezeichnet. Viel Spass beim nachkochen und ä Guetä 🙂

 

Zucchetti einlegen

Im Sommer gibt’s bei uns regelmässig eine Zucchettischwemme. Und weil man da unmöglich nachkommt mit essen, muss man die Zucchetti irgendwie verarbeiten und haltbar machen. Wenn man die Zucchetti einlegt und heiss einmacht, hat man bis in den Winter hinein etwas davon, weil gerade zum Raclette sind sie eine beliebte Beilage. Natürlich passen sie auch auf kalten Platten oder zu Gegrilltem aller Art…

Ich habe 2 erprobte Rezepte, die ich gerne mit Euch teilen möchte:

süess-suuri Zucchetti     

  • 1 kg grüne oder gelbe Zucchetti
  • 1 Zwiebel

in ca. 1x1cm grosse Wüfel schneiden und in eine grosse Pfanne geben

  • 3,5dl Wasser
  • 3dl Kräuter- oder Weissweinessig
  • 2dl Weisswein
  • 150gr Zucker
  • 50gr Salz
  • 10gr gelbe Senfkörner
  • 3 Lorbeerblätter

alle Zutaten in eine mittlere Pfanne geben und unter gelegentlichem Rühren aufkochen, anschliessend heiss über die Zucchetti geben, ein paar Mal durchrühren und für 24h ziehen lassen.

Nach den 24h das ganze in der grossen Pfanne aufkochen und für 10-15min köcheln lassen. Die Zucchetti sollten noch etwas bissfest und nicht zu weich sein. Nun zuerst die Zucchettiwürfel mit den Senfkörnern und einem Lorbeerblatt in die vorbereiteten Schraubgläser (warm, am besten heiss, unbedingt sauber und keimfrei/steril) füllen, danach mit dem Sud übergiessen, die Gläser sofort verschliessen und auf ein Küchentuch stellen. Wenn der Inhalt abkühlt, zieht sich der Deckel zusammen und es bildet sich ein Vakuum. So verschlossen, dunkel und möglichst kühl gelagert sind die Zucchetti mindestens 1 Jahr haltbar.

 

Honig-Zucchetti

  • 1kg gelbe Zucchetti (geht natürlich auch mit grünen ;))

in 1x1cm grosse Würfel schneiden und in eine grosse Pfanne geben

  • 4dl Wasser
  • 2dl Kräuter- oder Weissweinessig
  • 2,5dl Weisswein
  • 250gr Blütenhonig
  • 5gr gelbe Senfkörner
  • 3 Gewürznelken
  • 3 Lorbeerblätter

alle Zutaten in eine mittlere Pfanne geben und unter gelegentlichem Rühren aufkochen, anschliessend heiss über die Zucchetti geben, ein paar Mal durchrühren und für 24h ziehen lassen.

Nach den 24h das ganze in der grossen Pfanne aufkochen und für 10-15min köcheln lassen. Die Zucchetti sollten noch etwas bissfest und nicht zu weich sein. Nun zuerst die Zucchettiwürfel mit wenig Senfkörnern (die Nelken und die Lorbeerblätter herausfischen) in die vorbereiteten Schraubgläser (warm, am besten heiss, unbedingt sauber und keimfrei/steril) füllen, danach mit dem Sud übergiessen, die Gläser sofort verschliessen und auf ein Küchentuch stellen. Wenn der Inhalt abkühlt, zieht sich der Deckel zusammen und es bildet sich ein Vakuum. So verschlossen, dunkel und möglichst kühl gelagert sind die Zucchetti mindestens 1 Jahr haltbar.

Ich wünsche Euch viel Spass beim Ausprobieren und gutes Gelingen 🙂

Rindsragout mit Kartoffelstock

Eines meiner Lieblingsrezepte, das ich schon in meiner Kindheit sehr mochte, ist das Rindsragout. Ich liebe es, wenn das Fleisch schön fasrig ist, dass es fast auf der Zunge vergeht…
Das ganze könnt Ihr natürlich auch mit zb. Schweine- oder Kalbfleisch kochen, ich verwende dafür Rindsragout von unseren eigenen Rindern.
Gerade bei Gerichten, die etwas länger dauern, koche ich gerne soviel, dass es genug für eine weitere Mahlzeit ergibt, für 1-2 Tage später. Das ganze kann man auch einfrieren, damit man an Tagen, an denen man nicht viel Zeit zum Kochen hat, eine schnelle und leckere Mahlzeit zur Hand hat. Einfach am Abend vorher bei Zimmertemperatur auftauen und am nächsten Mittag oder Abend erwärmen und geniessen.
Ich verwende wann immer möglich eine Würzmischung und Bouillons ohne Palmöl und Zusatzstoffe wie zB. Mononatriumglutamat. Gerade bei Bouillonpasten wird häufig Palmöl verwendet um das ganze homogen zu machen, da verwende ich ausschliesslich Pulver.
Zutaten für das Rindsragout:
  • 1 Knollensellerie
  • 3 mittelgrosse Karotten,
  • 1-2 Lauchstengel
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 2 Lorbeerblätter, 4-6 Gewürznelken
  • 1-2 EL Pflanzenöl (Rapsöl)

 

  • 600gr Rindsragout
  • 1-2 EL Pflanzenöl
  • 2 EL Mehl
  • Fleischwürzmischung
  • 1,5dl Rotwein
  • (1TL Tomatenmark)
  • 1lt Rinderbouillon

 

  •  1-2dl Braune Sauce (1-2 TL Bratensaucenpulver)
  • 1-2TL Maisstärke
Zutaten für Kartoffelstock:
  • 1kg mehligkochende Kartoffeln
  • 1TL Salz
  • 3dl Milch
  • 50gr Butter
  • Muskatnuss und Pfeffer
Vorgehen:
Das Gemüse schälen und in mittelgrosse Stücke (nicht zu klein, sonst ist das Gemüse am Schluss zu sehr durchgekocht) schneiden. Die Zwiebeln halbieren und mit den Lorbeerblättern und Nelken spicken. 1-2 EL Pflanzenöl (ich verwende gerne Rapsöl, das ist neutral im Geschmack und aus regionalem Anbau erhältlich) in
eine grosse Pfanne oder einen Bräter geben und das Gemüse bei grosser Hitze unter Rühren 1-2 Minuten anbraten. Anschliessend aus der Pfanne/dem Bräter nehmen und auf einem Teller zur Seite stellen.
Das Fleisch mit dem Mehl und dem Fleischgewürz in eine Schüssel geben und mischen, danach in 1-2EL Pflanzenöl unter rühren heiss anbraten. Wenn das Fleisch von allen Seiten angebraten ist, das zur Seite gestellte Gemüse dazugeben, nochmals gut durchrühren und mit 1,5dl Rotwein ablöschen.
Nach Belieben 1TL Tomatenmark dazugeben und mit 1Lt Rinderbouillon das Fleisch und Gemüse bedecken. Das ganze bei kleiner Hitze 1,5-2 Stunden schmoren lassen. Es sollte kaum Bewegung in der Flüssigkeit zu sehen sein, wenn das ganze zu sehr siedet, wir das Fleisch zäh und nicht fasrig zart. 30 Minuten bevor das Ragout gar ist, die Kartoffeln schälen, in mittelgrosse Stücke schneiden und in einer grossen Pfanne im Salzwasser kochen bis sie gar sind. Die Milch mit der Butter in einer Pfanne auf kleiner Stufe handwarm machen.
Wenn das Ragout gar ist, einen Teil der Flüssigkeit in eine kleinere Pfanne geben, in der Du das Fleisch servieren möchtest. 1-2Tl Maisstärke mit wenig Flüssikgeit in einer Tasse verrühren und dazugeben. 1-2dl braune Sauce oder
1-2TL Bratensaucenpulver dazugeben, das Ganze aufkochen und ein paar Minuten köcheln lassen bis die Sauce eine sämige Konsistenz bekommt.
So viel Fleisch und Gemüse wie Du servieren möchtest dazugeben und bei kleiner Hitze warm halten.
Mittlerweile sollten die Kartoffelstücke gar sein und Du kannst sie in ein Löcherbecken abschütten. Die warme Milch mit der Butter in die Pfanne geben, wo Du die Kartoffeln gekocht hast und die Kartoffeln durch das Passe-Vite hinein treiben. Mit einer Kelle das ganze kräftig mischen, mit Muskatnuss und Pfeffer würzen und den Kartoffelstock mit dem Ragout servieren.
Ä Guete 🙂 und viel Spass beim nachkochen.

Sauce Hollandaise- gar nicht so schwer zuzubereiten

Die Spargelsaison hat begonnen und zu den herrlich zarten Spargeln darf eine feine Sauce nicht fehlen. Da halte ich es ganz klassisch und mache jeweils eine sämige Sauce Hollandaise. Natürlich dauert es doch etwas länger als nur eine Päcklisauce zuzubereiten aber der buttrige Geschmack und die sämige Konsistenz überzeugen voll und man verzichtet dafür auf künstliche Verdickungsmittel und Geschmacksverstärker.
Zutaten:
1dl Weisswein
1 EL Weissweinessig
1 kl. Schalotte oder Zwiebel
3 Petersilienstengel (wer keine frische Petersilie hat, kann getrocknete verwenden)
2 frische Eigelb (getrenntes Eiweiss kann man problemlos einfrieren und später verwenden)
80g kalte Butter in Stücken
20g Rahm- oder Magerquark

Salz, Pfeffer, nach Belieben Gemüsebouillon zum Würzen

Den Weisswein, den Weissweinessig, die Schalotte/Zwiebel und die Petersilie zusammen in einer Pfanne aufkochen und köcheln lassen, bis sich die Flüssigkeit auf ca. 2 EL reduziert hat. Danach die Flüssigkeit in eine kleine Schüssel absieben (Ich verwende sehr gerne eine Chromstahlschüssel, weil sich die Hitze besser verteilt), auskühlen lassen und die beiden Eigelbe dazugeben.
Die Schüssel auf eine Pfanne mit wenig leicht siedendem Wasser (der Schüsselboden sollte das Wasser nicht berühren) stellen und mit dem Schwingbesen die Masse rühren, bis sie schaumig wird, danach die Hitze reduzieren. Nach und nach die Butter unter Rühren dazugeben und weiterrühren, bis die Sauce eine sämige Konsistenz erhält. Zum Schluss den Quark darunterrühren und die Schüssel von der Pfanne nehmen. Mit wenig Salz, Pfeffer und Gemüsebouillon die Sauce würzen und anschliessend warm Servieren.
Wegen den frischen Eiern (die Sauce sollte niemals kochen, sonst gerinnt sie und muss mühselig mit 1-2 EL eiskaltem Wasser oder einem Eiswürfel wieder homogen gemacht werden) ist die Sauce nicht lange haltbar und sollte innerhalb von 24h verbraucht und möglichst nur einmal wieder aufgewärmt werden. Dafür die Sauce unbedingt im Kühlschrank aufbewahren und erneut über Wasserdampf warm gemacht werden.
Ich freue mich, wenn Du mein Rezept zum nächsten Spargelfestessen ausprobierst und wünsche Dir ä Guete 🙂