Cheesecake mit selbstgemachtem Frischkäse aus Naturejoghurt

 

Ich mag Cheesecake sehr gerne und hab auch schon Mal selber einen gebacken. Leider war meine Suche nach hiesigem Frischkäse immer erfolglos und der in Plastik verpackte Frischkäse aus Dänemark fand ich weder fein noch sinnvoll zu kaufen. .

Nun habe ich neulich etwas Tolles entdeckt (hier auf dem Instagram-Profil von frau_Linda) , das ich bisher nicht wusste. Frischkäse kann man auch leicht selber machen. Schmeckt nicht ganz gleich wie das Original aber ich finde ihn fast noch besser.
„Richtigen“ Frischkäse zu machen werde ich sicher auch einmal ausprobieren, da werde ich sicherlich auch darüber berichten, wenn es soweit ist.

Hier findet Ihr mein erprobtes Rezept inkl. kleiner Anleitung, wie Ihr den Frischkäse herstellt.

Der Cheesecake wird sehr cremig und gar nicht trocken, uns allen hat er sehr gut geschmeckt.

Ich wünsche Euch viel Spass beim Nachbacken und freue mich sehr über Rückmeldungen.

Die Sache mit dem Halbarkeitsdatum

Man liest es immer wieder in verschiedenen Zeitungen, Zeitschriften und auf diversen Websites: es werden sehr viele noch geniessbare Lebensmittel weggeworfen. Mehr als die Hälfte davon im Privathaushalt zu Hause. Schuld daran ist vielfach das aufgedruckte Mindest-Haltbarkeits-Datum. Lange wurde gar kein Datum aufgedruckt, erst als die Grossisten entdeckten, dass sich die Produkte so besser verkaufen lassen.

Wenn man sich im Bekanntenkreis umhört,  herrscht bei vielen Leuten eine regelrechte Datumshysterie.  Vielfach kennen sich die Leute sich mit Lebensmitteln nicht mehr gut aus. Wenn man wie früher die Lebensmittel selber verarbeitet, haltbar macht und Esswaren selber herstellt, kann man  beurteilen, ob ein Produkt noch so schmeckt wie es soll. Da heute viele Esswaren industriell produziert werden, geht dieses Wissen verloren und die Haltbarkeitsdaten bekommen einen wichtigen Stellenwert.

Stichworte wie Foodwaste, Nose-to-Tail oder auch Leaf-to-Root schaffen dazu einen wichtigen Gegentrend. Im Gegenzug gibt es auch immer mehr Leute, die sich aktiv damit befassen, dass eindeutig zu viele Lebensmittel weggeworfen werden und wollen sich aktiv dafür einsetzen, Lebensmittel zu „retten“ und zu verwerten. 

Ich selber habe glücklicherweise schon von meinen Eltern und auch durch meine Ausbildungen in der Gastronomie und der Bäuerinnenschule gelernt, wie man erkennt, ob ein Lebensmittel noch geniessbar ist oder nicht.   

Man sollte sich dabei auf seine Sinne verlassen:

  • Schauen ob sich Schimmel oder Schädlinge darauf oder darin befinden. Auch wenn sich ein schleimiger Belag darauf befindet, ist es wahrscheinlich nicht mehr geniessbar. Bei zb. Milchprodukten im Glas oder Becher sollte man Produkte mit geblähtem Deckel auch nicht mehr essen. 
  • daran riechen. Sollte das Lebensmittel unangenehm riechen oder sogar stinken, dann weg damit. 
  • wenn die oberen 2 Punkte nicht zutreffen, sollte man ein bisschen probieren. Spätestens dann erkennt man, ob man das Produkt noch essen kann oder nicht.

Ausserdem gilt:

  • Druckstellen und auch sonstige Beschädigungen an Obst und Gemüse grosszügig wegschneiden und den Rest wegschneiden
  • Auch nicht optisch einwandfreie Lebensmittel sind fein und können gegessen werden
  • Lebensmittel, bei denen man unsicher ist, am Besten ganz durch gekocht oder gebacken verwenden, zb. Eier für ein Kuchen oder Cake.
  • Rohstoffe und unverarbeitete Lebensmittel wie Mehl, Zucker, Essig, Teigwaren, Honig uvm. sind praktisch unbegrenzt haltbar, wenn sie trocken und kühl gelagert werden.
Wenn man diese Grundregeln einhält, muss man sich nicht vor einer eventuellen Lebensmittelvergiftung fürchten. 
Ausnahmen bilden dabei rohes Fleisch und Fisch. Dort sollte man sich an das aufgedruckte Datum halten. Dort verwendet man auch die Bezeichnung „zu verbrauchen bis“. Beide Lebensmittel lassen sich aber problemlos einige Monate Tiefkühlen. Diese einfach bevor das Datum erreicht wird einfrieren, bei Bedarf auftauen und sofort verwenden, nicht nochmal einfrieren.
 

Mein Mehl, welches ich heute Morgen für meinen Brotteig verwendet habe ist „abgelaufen“ seit dem Sommer…einziges Manko: durch den Feuchtigkeitsverlust war nur noch etwa 970gr im Papiersack.
Mindestens haltbar bis…heisst nur, dass der Hersteller garantiert, dass das Produkt bis zu diesem Datum keine Qualitätseinbussen hat. Konsumieren kann man es lange darüber.
Bitte, schmeisst die Lebensmittel nicht gleich weg.

Härzliwaffeln- lecker zum Z’vieri oder Dessert

Schon als Kind habe ich sie geliebt, die Waffeln in Herzform. Meine Tante hat die immer zu besonderen Anlässen gebacken und so habe ich mir von ihr immer eine Keksdose voll Härzliwaffeln zum Geburtstagsz’vieri gewünscht.

Auch heute noch mag ich sie extrem gern und auch unsere zwei Jungs sind ganz verrückt danach…

Das bewährte Rezept meiner Tante habe ich über die Jahre noch etwas angepasst und so das für mich perfekte Rezept ertüftelt…

Härzliwaffeln
 
Zubereitung
Kochen
Total
 
Feine Waffeln, schmecken hervorragend zum Z'vieri, Kaffee und Tee
Rezept erstellt von:
Rezeptart: Gebäck
Ergibt: 5
Zutaten
für den Teig
  • Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben, der Teig wird so gleichmäßig glatt.
  • 180 gr Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier
  • 80 gr Butter flüssig
  • 1 dl Rahm (3 dl Rahm)
  • 250 gr Mehl halbweiss oder weiss
zum backen im Waffeleisen
  • nach Bedarf etwas Rapsöl und einen Backpinsel
nach Belieben
  • Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung
  1. Den Zucker, die Eier und das Salz zusammen mixen, bis die Masse gleichmäßig hell ist, anschließend die flüssige Butter dazugeben und kurz weiterrühren.
  2. Danach das Mehl und den Rahm portionenweise abwechselnd dazugeben und jeweils kurz weiterrühren bis ein glatter Teig entsteht.
  3. Wenn nötig, das vorgeheizte Waffeleisen nun mit etwas Öl bestreichen und den Teig portionenweise darauf geben. Für 3-4 Minuten backen, bis die Waffeln eine leichte Bräunung haben.
  4. Die Waffeln mit einem Spachtel oder Pfannenwender vom Eisen nehmen und auf ein Kuchengitter legen. Kurz erkalten lassen und nun die ganzen Waffeln in einzelne Herzchen schneiden. Sobald die Waffeln ganz erkaltet sind, nach Belieben mit Puderzucker bestäuben
Tipps
Mit diesem Rezept werden die Waffeln eher "bissfest" wie ein Kecks und schmecken erst abgekühlt so richtig fein. Falls ihr frische Waffeln zubereiten möchtet, die ihr noch warm mit Vanilleeis, Schlagrahm oder Kompott/Gonfi serviert, einfach 3 dl Rahm verwenden. Der Teig wird flüssiger und die Waffeln luftiger.

 

Ich wünsche Euch viel Spass beim Nachbacken und ä Guete

Kräuter und Blüten trocknen für Tee und Anderes

Dieses Jahr ist es soweit, mein Garten ist mittlerweile bepflanzt mit Gemüse, Blumen und auch Kräuter. Diese nutze ich sehr gerne um unseren Salat zu würzen, Fleischgerichten eine besondere Note zu verleihen und um einen Vorrat an Tee für den Winter an zu legen.  Ich ernte vor zu immer wieder die verschiedenen Minzen, Zitronenmelisse und Kamille, gerade aktuell sind Holunderblüten und Frauenmantel. Später im Sommer kommen dann noch Goldmelisse und im Herbst Holunderbeeren dazu, für Farbe die Ringel- und Kornblumen und zum Verfeinern Apfelschale getrocknet.

Die Kräuter sollte man am Besten morgens oder Vormittags ernten, die Aromastoffe sind da am intensivsten, ausserdem empfiehlt es sich, nicht an einem Regentag Kräuter zum Verbrauch zu pflücken, gerade bei Blüten wie dem Holunder wird der Blütenstaub abgewaschen und so geht viel Aroma verloren.

Bei Minze und auch Zitronenmelisse ist es am einfachsten, die ganzen Stängel abzuschneiden, sie Bundweise zusammenzubinden und aufzuhängen. Man sollte darauf achten, die Kräuter in einem trocknen Raum ohne direkte Sonneneinstrahlung zu trocknen, dann bleiben die meisten Aromastoffe erhalten.

 

 

 

 

Die Blütenblätter sollten vorsichtig abgezupft werden und auf einem Haushalts- oder Backtrennpapier ausgelegt werden. Ich verwende zum Schutz vor eventuellem Wegwehen die Dörr-gitter meines Dörrautomaten mit Deckel, da bin ich sicher, dass kein Staub oder sonstiger Schmutz an die Blüten und Blätter gelangt.

Nach etwas 48h (die Kräuter und Blüten sollten rascheln, wenn sie ganz trocken sind) kann man Alles mischen oder auch einzeln in gut verschliessbare Gläser füllen, beschriften (Inhalt und Datum finde ich sehr empfehlenswert ;)) und am Besten dunkel und kühl lagern. Ich habe mir in unserem Natursteinkeller ein Plätzchen für meine Tee-zutaten freigeräumt, da lagere ich die einzelnen Zutaten und mische nach Bedarf. Natürlich kann man auch nur einzelne Blütenblätter zur Deko im Salat oder Apero-Getränk, zu kalten Platten oder Desserts verwenden, sie sehen überall sehr hübsch und dekorativ aus.

Apfelkuchen

Bei uns geht’s im Moment etwas ausserplanmässig zu und her…beide Jungs haben Windpocken und sind dementsprechend schlecht gelaunt.

Ich muss mir Allerlei einfallen lassen, um die beiden bei Laune zu halten und kam plötzlich auf die Idee, zum Z’nacht einen Apfelkuchen zu backen. Die Begeisterung war gross und die Laune schlagartig besser 😉

Der Teig ist schnell gemacht, ausser dass man etwas Zeit zum Kühl stellen einrechnen muss. Aber nicht’s schmeckt besser als lauwarmer, selbstgemachter Apfelkuchen und ist eben auch Balsam für die Seele.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachbacken, vielleicht könnt Ihr ja auch mal jemanden aufmuntern mit selbst gebackenem Apfelkuchen

Apfelkuchen
 
Zubereitung
Kochen
Total
 
nicht's schmeckt besser als selbstgemachter Apfelkuchen 🙂
Rezept erstellt von:
Küche: Alltagsküche
Ergibt: 8 Stücke
Zutaten
  • für ein rundes Blech 30Ø
Teig
  • 200gr Weizenmehl, optional auch Dinkel
  • 0.5Tl Salz
  • 75gr Butter kalt (in Stücken)
  • 1dl Wasser
Belag
  • 1.5El gemahlene Haselnüsse
  • 3 mittelgrosse Äpfel (säuerlich) oder andere, saisonale Früchte (bei tiefgekühlten Früchten die Backzeit um 5 min verlängern)
Guss
  • 2,5dl Milch
  • 0.5dl Rahm
  • 1El Mehl
  • 1El Zucker
  • 1 Ei
Zubereitung
Teig
  1. Das Mehl und das Salz in einer Schüssel mischen, die Butter dazugeben und zu einer Masse kneten (geht auch mit Knethaken in der Küchenmaschine), anschließend das Wasser dazugeben und rasch zu einem Teig zusammenfügen (nicht mehr lange kneten, der Teig könnte zäh werden), danach zugedeckt im Kühlschrank für 2h kühl stellen
Nach dem Kühl stellen
  1. Den Ofen auf 190°C (Umluft) vorheizen und den Teig mit etwas Mehl zu einem flachen Kreis auswallen. Er sollte nicht kleben bleiben, immer wieder mit Mehl bestäuben und wenden. Anschließend den Teig vorsichtig auf das Backblech heben (den Teig kann man locker übereinander schlagen, damit er nicht reißt) und mit einer Gabel vorsichtig einstechen (verhindert die Blasenbildung beim Backen)
  2. Nach dem Kühl stellen
  3. Den Ofen auf 190°C (Umluft) vorheizen und den Teig mit etwas Mehl zu einem flachen Kreis auswallen. Er sollte nicht kleben bleiben, immer wieder mit Mehl bestäuben und wenden. Anschließend den Teig vorsichtig auf das Backblech heben (den Teig kann man locker übereinander schlagen, damit er nicht reißt), mit einer Gabel vorsichtig einstechen (verhindert die Blasenbildung beim Backen) und die Haselnüsse gleichmäßig verteilen
  4. Die Äpfel schälen, entkernen, in Schnitze schneiden oder grob raffeln und auf dem Teig verteilen
  5. Die Zutaten für den Guss mit dem Handmixer oder Schwingbesen gut versmischen und über den Äpfeln verteilen
  6. Das Blech in die Mitte des vorgeheizten Ofens schieben und bei 190°C für 45min backen
  7. mit Schlagrahm und/oder Zimtzucker servieren
Tipps
Der Kuchen lässt sich auch stückweise einfrieren.
Bei Bedarf ein Stück bei Zimmertemperatur auftauen lassen und anschliessend im vorgeheizten Ofen bei 220°C für 3-4min knusprig backen.

 

 

Unser Last-Minute-Geschenk für liebe Verwandte

Ich weiss, wir sind spät dran…das liegt aber nicht unbedingt an der schlechten Planung, sondern daran, dass mir unsere Pralinen, die wir eigentlich verschenken wollten, gar nicht gelungen sind…

Ganz spontan hab ich unseren Jungs dann vorgeschlagen, man könnte doch farbige Meringues machen, die sie dann mit Zuckerdekor bestreuen könnten. In einem Säckli verpackt, ein hübsches Bändeli zum zubinden verwenden und ein von den Kindern handgeschriebenes Etikettli rundet das ganze ab.

Sie haben begeistert mitgemacht und so sind- zugegeben SEHR- bunte kleine Meringues entstanden, über die sich die Beschenkten bestimmt freuen werden.

Falls Ihr auch noch auf der Suche seid nach etwas das schön aussieht, schnell gemacht und zudem auch noch essbar ist, kommt hier das Rezept:

Die angegebene Menge reicht je nach Grösse der Meringues für ca. 3 Backbleche

  • 200gr Eiweiss

ein grosses Hühnerei enthält ca. 33gr Eiweiss, dh ihr nehmt das Eiweiss von 6 Eiern

  • 1 Prise Salz

zusammen in eine saubere Schüssel geben und mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine 10 min steif schlagen. Das Eiweiss muss wirklich SEHR steif sein, dann behalten die Meringues ihre Form am Besten.

  • 330gr Kristallzucker

unter Rühren langsam dazurieseln lassen, weiterrühren bis die Masse schön glänzig ist.

  • 2-3 verschiedene Lebensmittelfarben

Ich verwende am liebsten die Lebensmittelfarben in Pasten- oder Gelform. Die färben am intensivsten und sind darum sehr ergiebig. Ein paar Tropfen der Farben verteilt auf die Masse tropfen und mit einem dünnen Stäbchen, Spiessli oder einer Fonduegabel kurz ein paar Mal durchrühren, damit sich die Farbe verteilt.

Die Masse in einen Spritzsack geben und kleine Häufchen aufs Backblech spritzen. Ihr könnt auch einen Gefrierbeutel nehmen, an einer Ecke ein Stückchen abschneiden und so kleine Häufen auf Blech spritzen. Natürlich haben die Meringues so keine Rillen aber aussehen tun sie trotzdem schön. Anschliessend den Zuckerdekor darüber streuen und das Blech in den KALTEN Ofen schieben.

Den Backofen auf 100°C einstellen, ganz wichtig: eine Holzkelle bei der Türe einklemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann und die Meringues 2-2,5 Stunden trocknen lassen, noch 1 Stunde im Ofen auskühlen lassen, danach auf einem Gitter ganz auskühlen lassen.

Anschliessend in einem durchsichtigen Säckli verpacken, ein Bändeli mit Etikett drum und fertig. Auch sehr hübsch sind kleine Schachteln, die Ihr mit etwas Seidenpapier auspolstern könnt. Die müssten aber schnell verschenk werden, da die Meringues so leicht austrocknen können und hart werden.

Natürlich sind die kleinen Meringues das ganze Jahr über ein tolles, schnelles und vorallem selbstgemachtes Geschenk. Ich wünsche Euch viel Spass beim Ausprobieren 🙂

Herzliche Grüsse, Anja

 

Nidletäfeli, die auf der Zunge zergehen…

Eins mal vorneweg: Nidletäfeli machen braucht etwas Übung und Geduld . Seid nicht enttäuscht, wenn sie Euch nicht beim ersten Mal gelingen. Ich brauchte auch mehrere Versuche, bis das Ergebnis essbar war. Ok, essbar waren sie immer, aber fein? Nicht wirklich 😉

Darum gilt auch hier: Übung macht den Meister 🙂

Die Zutaten:

  • 2,5dl Rahm
  • 300gr Zucker
  • 1dl Milch

diese Menge ergibt ca. 350gr Nidletäfeli

Wenn Ihr grössere Mengen machen möchtet, einfach die Zutaten verdoppeln oder verdreifachen. Aber Achtung, benutzt eine genug grosse Pfanne, die Masse sollte leicht köcheln, bekommt das 3-4 fache Volumen und kocht gerne über.

Bereitstellen:

  • ca. 10ml kaltes Wasser
  • ein mit Backpapier belegtes Backblech
  • Gummischaber und Löffel

 

Zubereitung:

Alle Zutaten in eine weite Pfanne geben. Unter kleiner Hitze und ständigem Rühren den Zucker im Rahm auflösen. Wenn alles flüssig ist, kann man die Hitze erhöhen. Auch da sollte man ständig rühren. Sobald die Flüssigkeit kocht, schnell die Hitze reduzieren, die Flüssigkeit dann leicht köcheln lassen. Man muss etwas ausprobieren, wie viel Hitze das Ganze verträgt. Bei zuviel Hitze kocht es über, bei zu wenig dauert es ewig, bis sich die Flüssigkeit auf die gewünschte Menge reduziert hat.

Dann heisst es Warten…und Rühren 😉 nicht dauernd aber doch regelmässig. Davonlaufen solltet Ihr nicht. Ich mache meist nebenher kleine Arbeiten in der Küche wie zb. Abwaschmaschine ausräumen…

Es ist schwierig eine Zeitangabe zu machen, wie lange es dauert bis die Nidletäfeli fertig sind. Zuerst dickt die Masse merklich ein, bleibt in der Pfanne aber glatt. Mann sollte immer ein Auge auf die Temperatur haben, bei zuviel Hitze könnte die Masse anbrennen. Ihr könnt wie bei der Konfitüre zwischendurch eine „Konsistenz-Probe“ machen. Einfach mit dem Schwingbesen ein Bisschen von der Masse auf einen Teller tröpfeln lassen, kurz auskühlen lassen und probieren.

Sobald die Masse kleine Blasen schlägt, könnt Ihr die Hitze auf ein Minimum reduzieren, das kalte Wasser dazugeben, kurz rühren und dann schnell auf das Backblech schütten. Die Pfanne mit dem Gummischaber ausputzen und die Masse auf dem Backblech mit dem Löffel glatt streichen.

Das ganze etwas auskühlen lassen und mit einem Messer kleine Quadrate schneiden. Nicht zu lange warten, sonst ist das Ganze zu hart. Ganz auskühlen lassen, evtl. über Nacht, danach in Gläser mit Verschluss oder in einer Güetzidose aufbewahren. In kleinen Säckchen oder Gläschen hübsch verpackt, sind die Nidletäfeli ein tolles Mitbringsel und Geschenk für Eure Liebsten…

Ich wünsche Euch ganz viel Spass beim Ausprobieren 🙂

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Zucchetti einlegen

Im Sommer gibt’s bei uns regelmässig eine Zucchettischwemme. Und weil man da unmöglich nachkommt mit essen, muss man die Zucchetti irgendwie verarbeiten und haltbar machen. Wenn man die Zucchetti einlegt und heiss einmacht, hat man bis in den Winter hinein etwas davon, weil gerade zum Raclette sind sie eine beliebte Beilage. Natürlich passen sie auch auf kalten Platten oder zu Gegrilltem aller Art…

Ich habe 2 erprobte Rezepte, die ich gerne mit Euch teilen möchte:

süess-suuri Zucchetti     

  • 1 kg grüne oder gelbe Zucchetti
  • 1 Zwiebel

in ca. 1x1cm grosse Wüfel schneiden und in eine grosse Pfanne geben

  • 3,5dl Wasser
  • 3dl Kräuter- oder Weissweinessig
  • 2dl Weisswein
  • 150gr Zucker
  • 50gr Salz
  • 10gr gelbe Senfkörner
  • 3 Lorbeerblätter

alle Zutaten in eine mittlere Pfanne geben und unter gelegentlichem Rühren aufkochen, anschliessend heiss über die Zucchetti geben, ein paar Mal durchrühren und für 24h ziehen lassen.

Nach den 24h das ganze in der grossen Pfanne aufkochen und für 10-15min köcheln lassen. Die Zucchetti sollten noch etwas bissfest und nicht zu weich sein. Nun zuerst die Zucchettiwürfel mit den Senfkörnern und einem Lorbeerblatt in die vorbereiteten Schraubgläser (warm, am besten heiss, unbedingt sauber und keimfrei/steril) füllen, danach mit dem Sud übergiessen, die Gläser sofort verschliessen und auf ein Küchentuch stellen. Wenn der Inhalt abkühlt, zieht sich der Deckel zusammen und es bildet sich ein Vakuum. So verschlossen, dunkel und möglichst kühl gelagert sind die Zucchetti mindestens 1 Jahr haltbar.

 

Honig-Zucchetti

  • 1kg gelbe Zucchetti (geht natürlich auch mit grünen ;))

in 1x1cm grosse Würfel schneiden und in eine grosse Pfanne geben

  • 4dl Wasser
  • 2dl Kräuter- oder Weissweinessig
  • 2,5dl Weisswein
  • 250gr Blütenhonig
  • 5gr gelbe Senfkörner
  • 3 Gewürznelken
  • 3 Lorbeerblätter

alle Zutaten in eine mittlere Pfanne geben und unter gelegentlichem Rühren aufkochen, anschliessend heiss über die Zucchetti geben, ein paar Mal durchrühren und für 24h ziehen lassen.

Nach den 24h das ganze in der grossen Pfanne aufkochen und für 10-15min köcheln lassen. Die Zucchetti sollten noch etwas bissfest und nicht zu weich sein. Nun zuerst die Zucchettiwürfel mit wenig Senfkörnern (die Nelken und die Lorbeerblätter herausfischen) in die vorbereiteten Schraubgläser (warm, am besten heiss, unbedingt sauber und keimfrei/steril) füllen, danach mit dem Sud übergiessen, die Gläser sofort verschliessen und auf ein Küchentuch stellen. Wenn der Inhalt abkühlt, zieht sich der Deckel zusammen und es bildet sich ein Vakuum. So verschlossen, dunkel und möglichst kühl gelagert sind die Zucchetti mindestens 1 Jahr haltbar.

Ich wünsche Euch viel Spass beim Ausprobieren und gutes Gelingen 🙂

Ich liebe Lavendel- Deko mit Naturmaterialien

Als ich Anfang Woche eine liebe Freundin im 20 Autominuten enfernten Grosshöchstetten besuchte, schaute ich noch kurz beim Hofladen am Dorfeingang vorbei. Dort findet man eine grosse Auswahl an Gemüse und Früchten, wunderschönen Blumen, zu tollen Sträussen und Gestecken arrangiert und auch das ein oder andere Mitbringsel. Der ganze Laden funktioniert in Selbstbedienung und so finden es unsere Buben immer ganz toll, wenn sie bei der modernen Selbstbedienungskasse den Totalbetrag eingeben und das Münz einwerfen dürfen. Gerade als wir am eintippen waren, blieb mein Blick an den wunderschönen Lavendelsträusschen hängen, die neben der Kasse in einem rustikalen Weidenkorb lagen. Da musste ich nicht zwei mal überlegen und nahm so einen auch noch mit.

Gegen Abend waren wir wieder zu Hause und ich suchte die passenden Sachen zusammen, um das Sträusschen nach meinem Geschmack in Szene zu setzen. Wie fast immer, wollte ich Naturmaterialien einsetzen und auch verschiedene Gläschen als Teelichter gehen fast immer 😉

Entstanden ist ein kleines Arrangement auf einem Holztablett, mit Jute, den Teelichtern und den tollen Rosen aus Zeitungspapier, die ich schon letztes Jahr gekauft habe. Diese Rosen verwende ich sehr häufig, weil ich finde, sie passen zu fast allen Gelegenheiten.

Sauce Hollandaise- gar nicht so schwer zuzubereiten

Die Spargelsaison hat begonnen und zu den herrlich zarten Spargeln darf eine feine Sauce nicht fehlen. Da halte ich es ganz klassisch und mache jeweils eine sämige Sauce Hollandaise. Natürlich dauert es doch etwas länger als nur eine Päcklisauce zuzubereiten aber der buttrige Geschmack und die sämige Konsistenz überzeugen voll und man verzichtet dafür auf künstliche Verdickungsmittel und Geschmacksverstärker.
Zutaten:
1dl Weisswein
1 EL Weissweinessig
1 kl. Schalotte oder Zwiebel
3 Petersilienstengel (wer keine frische Petersilie hat, kann getrocknete verwenden)
2 frische Eigelb (getrenntes Eiweiss kann man problemlos einfrieren und später verwenden)
80g kalte Butter in Stücken
20g Rahm- oder Magerquark

Salz, Pfeffer, nach Belieben Gemüsebouillon zum Würzen

Den Weisswein, den Weissweinessig, die Schalotte/Zwiebel und die Petersilie zusammen in einer Pfanne aufkochen und köcheln lassen, bis sich die Flüssigkeit auf ca. 2 EL reduziert hat. Danach die Flüssigkeit in eine kleine Schüssel absieben (Ich verwende sehr gerne eine Chromstahlschüssel, weil sich die Hitze besser verteilt), auskühlen lassen und die beiden Eigelbe dazugeben.
Die Schüssel auf eine Pfanne mit wenig leicht siedendem Wasser (der Schüsselboden sollte das Wasser nicht berühren) stellen und mit dem Schwingbesen die Masse rühren, bis sie schaumig wird, danach die Hitze reduzieren. Nach und nach die Butter unter Rühren dazugeben und weiterrühren, bis die Sauce eine sämige Konsistenz erhält. Zum Schluss den Quark darunterrühren und die Schüssel von der Pfanne nehmen. Mit wenig Salz, Pfeffer und Gemüsebouillon die Sauce würzen und anschliessend warm Servieren.
Wegen den frischen Eiern (die Sauce sollte niemals kochen, sonst gerinnt sie und muss mühselig mit 1-2 EL eiskaltem Wasser oder einem Eiswürfel wieder homogen gemacht werden) ist die Sauce nicht lange haltbar und sollte innerhalb von 24h verbraucht und möglichst nur einmal wieder aufgewärmt werden. Dafür die Sauce unbedingt im Kühlschrank aufbewahren und erneut über Wasserdampf warm gemacht werden.
Ich freue mich, wenn Du mein Rezept zum nächsten Spargelfestessen ausprobierst und wünsche Dir ä Guete 🙂